Was ist Medizinrecht?

Das Medizinrecht regelt v.a. die Rechtsbeziehungen zwischen Ärzten und Patienten, der Ärzten untereinander sowie der Ärzte bzw. Patienten zu Krankenversicherungen.

Zwischen Arzt und Patient geht es zumeist um die Frage, ob die Behandlung den Regeln der ärztlichen Kunst entsprach, oder ob der Arzt fehlerhaft behandelt hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Arzt neben ordnungsgemäßer Behandlung auch eine ordnungsgemäße Aufklärung z.B. über die möglichen Risiken sowie über etwaige Alternativen erteilen muss. In der Regel werden hierzu Sachverständigengutachten erholt, welche auch im vorgerichtlichen Stadium schon sinnvoll sind. Der Arzt hat für solche Fälle eine Versicherung. Häufig kann das Problem bereits außergerichtlich geklärt werden, wenn man sich einig wird. Andernfalls muss das Gericht entscheiden.

Probleme kann es auch mit Abrechnungen geben. Die ärztlichen Honorare fallen ebenso unter das Medizinrecht. Hier können Auseinandersetzungen zwischen Arzt und Patient, aber auch zwischen Arzt bzw. Patient und Krankenversicherung auftreten.

Häufig ist in diesem Bereich das sog. Factoring. Ärzte erstellen ihre Abrechnungen dabei nicht selbst, sondern übertragen dies auf Abrechnungsstellen. Auch hier kann es zu Streitigkeiten kommen, insbesondere im Hinblick auf das Ausfallrisiko.

Ein weiterer Aspekt ist das Arztstrafrecht. Hierunter fallen insbesondere fahrlässige oder vorsätzliche Körperverletzungen, aber z.B. auch unterlassene Hilfeleistung oder Tötung. Ein prominentes Beispiel hierfür war der Tod des US- Sängers Michael Jackson, in dessen Folge sein Arzt strafrechtlich verfolgt wurde. Auch Abrechnungsbetrug, Untreue oder Verstöße gegen die Berufordnung fallen unter das Arztstrafrecht.

Apothekenrecht, Pharmarecht und das Recht der Pflegeberufe sind ebenfalls zu nennen.

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